Langer Tag der Flucht

Am 30. September besuchte die 1A- Klasse der HLW Sozialmanagement einen Workshop zum  „Langen Tag der Flucht“. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus. Zwei syrische Männer hielten jeweils einen Vortrag vor etwa 60 Personen, was sicher eine große Herausforderung für beide war.

Der erste der beiden Männer berichtete uns hauptsächlich über sein Heimatdorf in Syrien. Uns wurde wiedermal bewiesen, dass Syrien ein wunderschönes Land war bzw. ist. Die Religion spielt eine große Rolle in Syrien, jedoch war es vor ein paar Jahren jedem selbst überlassen, welchen Glauben er praktizierte. Außerdem zeigte er uns viel von der faszinierenden Landschaft und den zahlreich vorhandenen Moscheen/Kirchen. Die Menschen in seinem Dorf sollen sehr gastfreundlich sein, jedes Haus besitzt ein Zimmer, das nur für Gäste bestimmt ist. Zu seinem Privatleben erzählte er uns, dass er Medizin studiert hat und nun noch einige Semester in Graz auffrischen muss, bis er wieder seinem Beruf nachgehen darf. Den größten Teil seiner Familie musste er in Syrien zurücklassen, über seine Flucht erzählte er nur, dass es schrecklich war, und dass einer seiner Brüder ihn auf seinem Weg begleitete.

Der andere der Männer berichtete hauptsächlich über seine Flucht an sich. Wir können uns gar nicht vorstellen, wie hart es gewesen sein muss, in solch einer Situation zurechtzukommen, keinen Ort zu haben, an dem man sich geborgen fühlen kann. Nach dem Ende des Vortrags hatten wir alle Tränen in den Augen und konnten unsere Emotionen kaum mehr zurückhalten. 

Es ist unvorstellbar, wie viele Personen so etwas tagtäglich durchmachen müssen, obwohl wir mittlerweile wohl alle vermuten können, wie grausam das alles ist. Die beiden Vorträge haben uns tiefere Einblicke in die Situation der Flüchtlinge ermöglicht. Wir möchten der ARGE für diese Möglichkeit danken, wir alle werden diese Vorträge noch lange in Gedanken behalten.

Cosma Tieber, 1A-Klasse

Ein syrischer Flüchtling berichtete über seine Flucht nach Österreich.

Ein syrischer Flüchtling berichtete über seine Flucht nach Österreich.